04.04.16 | D-Jugend weiblich I | von Dana Melzer
WJD des HSV gleich doppelt gefordert

Die Mädels der D-Jugend waren am Wochenende gleich doppelt im Einsatz. Aufgrund der Vorrunde um die Landesmeisterschaft in der weiblichen C-Jugend, konnte das Bezirksligaspiel in Calbe nicht durch die C-Mädchen abgesichert werden. Die HSV-Trainer entschieden sich jedoch gegen eine Spielverlegung, um der wJD eine Möglichkeit zum Testen zu geben. Zudem versprach die Tabellenkonstellation in der Bezirksliga West eine gewisse Sicherheit.

So reiste die weibliche D-Jugend bei bestem Wetter nach Calbe. Der Gastgeber guckte auch nicht schlecht, als da plötzlich ganz andere Mädchen des HSV den Weg in die Halle fanden. Nach Prüfung des Protokolls war den Calbensern dann bewusst wer da heute der Gegner ist, was die Motivation spürbar hob. Unsere Mädchen ließen sich davon aber nicht beeinflussen. Mit dem Anpfiff gingen sie hoch konzentriert ins Spiel. Während die Abwehr gut stand, gelang es jedoch nicht so recht den Ball im Tor der Heimsieben unter zu bringen. Der Ball schien einfach zu groß. Dies ging mit einem Bruch im Angriffsspiel der Magdeburgerinnen einher. Niemand wollte so recht die Verantwortung übernehmen. Daher stand es nach 12 min der Spielzeit auch nur 4:4. Eine Umstellung im Rückraum sowie das Selbstvertrauen nach zwei schönen Treffern durch Melina Pauels wirkte Wunder. Der HSV konnte sich trotz weiterhin mangelnder Abschlussquote auf 4:8 absetzen. Die gut agierende Abwehr und die stark haltende Svenja Weyer zwischen den Pfosten ließen die TSG auf Abstand, sodass es beim 4:9 in die Halbzeit ging. In Halbzeit zwei führte Annika Titsch klug Regie und kämpfte sich beherzt durch die Calbenser Abwehr, sodass der Vorsprung auf 8:16 ausgebaut werden konnte. In dieser Phase des Spiels zeigten aber vor allem auch die „kleineren“ Amelie Wegener und Anne-Lotte Kramß, dass sie mit den ganz Großen mithalten können. Sie erarbeiteten sich den Ball in der Abwehr und netzten durch ein schnelles Spiel nach vorn auch erfolgreich ein. In den letzten Minuten wurde auf der Gästeseite nochmal viel gewechselt, was sich jedoch nur in der Abwehr bemerkbar machte, sodass es am Ende 10:17 zu hieß. Das Spiel bot eine gute Möglichkeit für die kommenden Spiele gegen den TSV Niederndodeleben und TuS Magdeburg zu testen. Dabei überzeugte vor allem die gute Abwehrarbeit der Mädels.

Am Sonntag stand dann das Pflichtspiel der D-Jugend gegen die HSG Osterburg in heimischer Halle an. Während am Samstag die Fronten nicht klar definiert waren, ging der HSV hier als Favorit ins Spiel. Dies ermöglichte es, auch allen Mädchen viele Spielanteile zu geben und einiges auszuprobieren. Vom 1:0 wurde die Führung kontinuierlich zum 11:2 ausgebaut. Dabei erhielten die Kontertore von Dorothee Jannasch, Maria Halloul und Jil Huber wohl den größten Applaus. Beim Stand von 22:5 ging es dann in die Pause. In Halbzeit zwei bot sich das gleiche Bild. Die HSG Osterburg hatte dem Spiel der Magdeburgerinnen kaum etwas entgegenzusetzen, sodass die Führung weiter ausgebaut werden konnte. Dabei zeigte vor allem Samantha Bambynek als „Neuling“ im HSV-Tor eine sehr gute Leistung. Im Angriff war trotz der vielen Wechsel, und für manch einen der Spielerinnen auch fremden Position, kein Bruch im Spiel zu erkennen. So überzeugte beispielsweise Anastasia Koulechova mit schönen Toren aus dem Rückraum. Besonders erfreulich ist, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

TSG Calbe – HSV Magdeburg 10:17 (4:9):
Svenja Weyer, Samantha Bambynek – Melina Pauels (6), Viviane Girmann (1), Maria Halloul, Caroline Kommich (1), Annika Titsch (6), Dorothee Jannasch, Anne-Lotte Kramß (3), Tabea Beinroth, Jil Huber, Amelie Wegener

HSV Magdeburg – HSG Osterburg 42:8 (22:5):
Svenja Weyer, Samantha Bambynek – Melina Pauels (9/1), Maria Halloul (2), Anastasia Koulechova (6), Caroline Kommich (3), Annika Titsch (5), Dorothee Jannasch (1), Anne-Lotte Kramß (7), Tabea Beinroth (1), Jil Huber (5), Amelie Wegener (3)