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HSV Magdeburg
Handball Pur. Aus Leidenschaft.
Dienstag, 27. September 2016

Weibliche D1 holt trotz mittelmäßiger Leistung zwei Punkte in Biederitz

von Dana Melzer

Allein die Ansetzung vom letzten Sonntag versprach Spannung. Waren vor Saisonbeginn doch gleich drei Spielerinnen vom Gastgeber SV Eiche 05 Biederitz nach Magdeburg gewechselt. Die Stadtfelderinnen erwischten aber einen guten Start und gingen mit 2:0 in Führung. Dann wurden jedoch einige Probleme im HSV-Aufbau sichtbar. Ohne Zusammenspiel und viel zu statisch agierte man im Angriff und vergab so zu viele Bälle an den Gegner. Dies nutzten die Biederitzer Mädchen natürlich schnell aus und konnten zum 2:2 ausgleichen. In dieser Phase verhinderte bereits die über das gesamte Spiel stark agierende Elisabeth Kleber im HSV-Tor schlimmeres. Dieser Ausgleich in der fünften Minute führte die Magdeburgerinnen direkt zur Besprechung an die Seitenlinie. Mit einem etwas veränderten Kader sowie einigen klaren Aufgaben kehrten die Grün-Roten zurück auf die Platte. Die Unterbrechung sorgte jedoch für viel Aufregung, da das Kampfgericht die grüne Karte zwar annahm, dann die Schiedsrichter aber auf einen Ballbesitz der Gastgeber bestanden. Trotz dieser Diskussionen zeigte die Zusammenkunft sofort Wirkung im Spiel der Magdeburger. Der HSV baute seinen Vorsprung kontinuierlich zum 2:11 aus. Dabei wusste vor allem Mittelfrau Amelie Wegener zu überzeugen. Sie tankte sich immer wieder in die Abwehr, konnte dabei aber oft nur regelwidrig gestoppt werden. Erfreulicherweise war man diesmal vom Strafpunkt erfolgreicher und konnte sechs der insgesamt sieben zugesprochenen Würfe verwandeln. Aber auch die an diesem Tag besonders treffsichere Anne-Lotte Kramß und Maria Halloul waren in dieser Phase des Spiels nicht zu stoppen. Dennoch gingen immer noch viel zu viele Bälle verloren. Eine Unachtsamkeit kurz vor dem Halbzeitpfiff bescherte dann auch das dritte Heimtor zum 3:12.

Bereits zur Halbzeit war klar, dass die zweite Hälfte nochmal ein hartes Stück Arbeit mit sich bringen wird. Denn die Biederitzer ließen sich bereits in der ersten Halbzeit immer wieder in die Raumdeckung fallen und agierten in dieser Formation recht aggressiv. Obwohl die Magdeburgerinnen zunächst noch im Angriff überzeugten, mangelte es nun in der Abwehr an der Zusammenarbeit. Daher sahen die mitgereisten Fans bis zum 6:16 auch ein recht ausgeglichenes Spiel. Einige Umstellungen zeigten aber wieder Wirkung, sodass sich der HSV auf 7:23 absetzen konnte. Zwar schien es dann wieder im Angriffsaufbau zu hapern, jedoch konnten durch die bessere Deckungsarbeit Emilia und Finnja Treffkorn zum Konter ansetzen. Der Ausbau der Führung bewirkte bei der Heimsieben Redebedarf. Diese Auszeit tat den Gästen gar nicht gut. Gleich zwei Angriffe wurden nach Wiederanpfiff an die Biederitzer vergeben (9:23). In den letzten Minuten gab es nochmal einen kurzen Schlagabtausch. Beide Teams waren in der Abwehr nachlässig, sodass der Angreifer ohne große Gegenwehr einnetzen konnte. Beim 11:26-Endstand wurde dann abgepfiffen.

Insgesamt betrachtet überzeugte der HSV mit seinem Angriffsspiel nicht. Es gelang nur phasenweise die erlernten Zuspiele und Abläufe zu zeigen. Dank einer über weite Strecken funktionierenden Abwehr sowie dem starken Rückhalt zwischen den Pfosten konnten aber viele der Fehler kompensiert werden. Bleibt also nur zu sagen: „Nicht schön, aber gewonnen!“. Für die folgenden Ansetzungen gibt es einiges zu verbessern.

Elisabeth Kleber – Katrin Maria Halloul (4), Sophie Ribbert (1), Jil Huber, Amelie Wegener (4/2), Emilia Treffkorn (4), Dorothee Jannasch, Anne-Lotte Kramß (9/4), Finnja Treffkorn (2), Lara Wiesner (1), Ulrika Paepke (1).

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