17.04.18 | C-Jugend weiblich | von Jens Aebi
HSV sichert sich Vizemeistertitel


Am vergangenen Sonntag fand die Endrunde der mitteldeutschen Meisterschaft der weiblichen C-Jugend in Hoyerswerda statt. Der HSV Magdeburg musste sich nach dem sicheren Halbfinalsieg (31:20) gegen den SV Union Halle/Neustadt dann aber im Finale nach großem Kampf dem Drittliganachwuchs des HC Leipzig verdient mit 20:23 geschlagen geben. Aus einer tollen Teamleistung tat sich noch Alica Rißland als beste Turniertorschützin (23 Tore) hervor.



Der HSV Magdeburg musste neben Torhüterin Svenja Weyer kurzfristig auch auf Jil Huber und die Jungnationalspielerin Lucy Gündel verletzungsbedingt verzichten. Trotz dem auch Lara Thieme im ersten Spiel nicht eingesetzt wurde, war ein Sieg im Halbfinale gegen den Dauerrivalen vom SV Union Halle/Neustadt das klar gesteckte Ziel. Und das erreichten die Magdeburgerinnen auch äußerst souverän.

Allerdings hielt Union im ersten Drittel des Spiels bis zum 7:6 für den HSV (17. Minute) noch gut dagegen. Doch nach einer Auszeit übernahmen die Stadtfelderinnen immer mehr das Kommando. Bis zur Pause erhöhten sie den Vorsprung auch dank einer Leistungssteigerung von Annika Titsch auf 14:9.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wollte der aktuelle Landesmeister Sachsen-Anhalts früh für eine Vorentscheidung sorgen. Und sie taten es auch. Hinter einer von Tabea Beinroth und Anastasia Koulechova gut organisierten HSV-Deckung zeigte Torhüterin Samantha Bambynek nun starke Paraden. Und im Angriff konnte neben Titsch, Rißland und einer erneut sehr umsichtig spielenden Melina Pauels erfreulicherweise auch Friederike von Wangelin überzeugen. Dadurch war beim 18:9 in der 29. Minute das Spiel entschieden.
Am Ende stand dann ein sicherer 31:20-Erfolg an der Anzeigetafel. Damit zog der HSV ins Finale ein und traf dort erneut auf den HCL. Die Messestädterinnen setzten sich im anderen Halbfinale ebenfalls sicher mit 24:19 gegen den Gastgeber vom SC Hoyerswerda durch.
Erfreulich für die „Grün-Roten“ war, dass alle Spielerinnen in diesem Halbfinale eingesetzt wurden und somit auch ihren Anteil an dem deutlichen Sieg hatten

HSV: Bambynek; - Titsch (7); Rißland (13); Halloul (2); Jannasch; Kramß (2); Koulechova (1); Beinroth; Wegener; Pauels (2); von Wangelin (4)



Das Finale ging dann allerding nicht unbedingt nach dem Geschmack des HSV los. Die Leipzigerinnen zeigten sich von Beginn an hochmotiviert und konzentriert und führten nach 5 Minuten zurecht mit 0:4. Mit der folgerichtigen Auszeit wurde die Abwehr- und Angriffsformation der Magdeburgerinnen umgestellt und mehr Aggressivität in allen Bereichen gefordert. Doch erstmal konnte der HCL die Führung weiter ausbauen.
Nach dem 1:7 ging aber endlich der erhoffte Ruck durch die HSV-Sieben. Durch Tore von Rißland (4), Thieme (1) und Maria Halloul (2) stellten sie in der 15. Minute beim 8:9 den Anschluss wieder her. Allerdings nutzten die sichtlich beeindruckten Leipzigerinnen nun einfache Fehler des Gegners aus, um sich bis zur Pause wieder auf 9:13 abzusetzen.

Wer im zweiten Durchgang dachte, dass der Favorit aus Sachsen das Spiel nun locker für sich entscheiden würde, sah sich deutlich im Irrtum. Der HSV Magdeburg zeigte eine überragende kämpferische Teamleistung. Auch ohne ihre beste Spielerin Lucy Gündel waren die Stadtfelderinnen nun mindestens gleichwertig. Eine erneute personelle Umstellung wirkte sich positiv auf das „grün-rote“ Team aus. Fortan wurde wirklich um jeden Ball gefightet und auch die Bank wuchs über sich hinaus. Unter großem Jubel der mitgereisten Eltern und Fans warf erst Titsch in der 40. Minute den Ausgleich (17:17), ehe Pauels kurze Zeit später den 18:17 Führungstreffer erzielte. Die Begegnung war in dieser Phase an Spannung kaum zu überbieten. Doch abermals wurde das Spiel gedreht.
In der Schlussphase kam für den HSV bei ihren Abschlüssen leider auch ein wenig Pech dazu und Leipzig konnte ihrerseits wieder In Führung gehen. Diese gaben sie bis zum Schlusspfiff (20:23) auch nicht mehr ab.
Natürlich war die Enttäuschung seitens der Stadtfelderinnen erst einmal riesen groß. Hatte man doch ein Finale nach einem überragenden Kampf verloren. Doch schon kurze Zeit später überwog die Freude, dass man sich als zweitbeste Mannschaft Mitteldeutschlands bezeichnen darf.

Das sah auch Trainer Jens Aebi so:
„Ich bin mächtig stolz auf unser Team. Der HCL hat heute natürlich absolut verdient gewonnen. Aber unsere Mannschaft hätte für diesen aufopferungsvollen Kampf im Finale und dem souveränen Erfolg im Halbfinale auch eine Goldmedaille verdient. Aber die silberne glänzt auch ziemlich golden. Wir haben eine tolle Saison gespielt und am Ende halt ein wenig Verletzungspech gehabt. Aber insgesamt gilt der Mannschaft insbesondere für die heutige Leistung, aber auch für die gesamte Saison größten Respekt! Hinzu kommen mit Lara, Alica und Lucy gleich 3 Spielerinnen, die bei der DHB-Sichtung auf sich aufmerksam gemacht haben. Auch das ist ein großer Verdienst des gesamten Teams und macht uns als Trainerteam und den Verein HSV Magdeburg mächtig stolz.“

HSV: Bambynek; - Thieme (3); Titsch (1); Rißland (10); Halloul (2); Jannasch; Kramß; Koulechova; Beinroth; Wegener (1); Pauels (3); von Wangelin

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