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HSV Magdeburg
Handball Pur. Aus Leidenschaft.
Sonntag, 25. September 2016

HSV-Reserve vergibt trotz großem Kampf in Güsen Punkte (16:12)

von Dana Melzer

Die zweite D-Jugend-Mannschaft des HSV Magdeburg reiste am Samstagabend nach Güsen. Bereits während der Erwärmung wurde klar, dass der Güsener HC sowohl körperlich als auch technisch klar im Vorteil war. Die Magdeburgerinnen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und wollten über ein schnelles Spiel die Mädchen aus dem Jerichower Land unter Druck setzen. Allerdings verschliefen die Grün-Roten den Start erstmal, sodass der Güsener HC ohne großen Aufwand 3:0 davonziehen konnte. Die Kleinen gaben aber nicht auf und erkämpften sich immer wieder in der Abwehr den Ball. Leider gelang es aber nicht diesen dann im gegnerischen Tor unterzubringen. Entweder stand man schon im Kreis, warf die Güsener Torhüterin an oder wurde von einer starken Parade der Torhüterin gestoppt. So blieb es auch über 5 Minuten beim Spielstand von 3:0. Der Frust nicht zu treffen, machte sich dann auch in der Abwehr bemerkbar, sodass die Güsener sich mit zwei Kontern auf 5:0 absetzen konnten. Grund genug, die HSV-Mädels mal zur Bank zu bitten. Nach der Auszeit befreite Yara Formund ihr Team aus der Misere mit dem ersten Treffer. Während die Angriffe der Gäste nun immer mehr Kraft kosteten, erkannte die Heimsieben, das ein präziser Wurf von 10-Metern zum Torgewinn reicht. Torfrau Lara Bolte zeigte eine sehr gute Leistung zwischen den Pfosten, bis zur Latte reicht sie aber einfach noch nicht ran. Daher konnte sich der HC auf 8:1 absetzen. Der E-Jugendlichen Alida Hillesheim gelang es dann endlich als zweite die Torfrau zu überwinden und zum 8:2 zu verkürzen. Die letzten Minuten der ersten Hälfte sahen die mitgereisten Fans dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Teams, das beim 10:4 abgepfiffen wurde. Die Magdeburgerinnen zog es schnell in die Kabine, zwar zeigten sie ein gutes Spiel, die Chancenverwertung ließ aber zu wünschen übrig. Zudem versprach der körperliche Vorteil der Güsener nichts Gutes für die zweite Hälfte.

An Aufgeben war aber nicht zu denken. So traten die HSV-Mädels auch ganz anders auf. Zwar kassierte man noch einen Treffer aus der zweiten Reihe, im Angriff führte Emily Parfil nun aber klug Regie und setzte die Nebenleute gut in Szene. So konnte der HSV mit einem Siebenmeter durch Sarah Bauersack auch gleich zum 11:5 verkürzen. Die Gäste starteten dann sogar einen 0:4-Lauf und kamen so auf 11:8 heran. Als Güsen dann abermals traf, war der Kampfgeist vollends geweckt. Vivien Ketzer tankte sich immer wieder durch die Abwehr der Gastgeber und legte dann auf Sarah Bauersack ab, die sicher verwandelte. Aber auch die Kleineren, die die Raumdeckung noch gar nicht gewohnt sind, setzten schöne Akzente im Angriff und standen sicher in der Abwehr. Beim 12:10 schien daher wieder alles drin zu sein. Die Stimmung in der Halle stieg auch sofort. Bei einer Aktion von Annabell Hillesheim schienen alle zu stehen. Sie setzte den Ball vom Siebenmeterpunkt an die Latte, fing ihn und setzte zum Nachwurf an, der wiederum die Latte traf und letztlich zum zweiten Nachwurf in den Händen ihrer Schwester Alida landete. Leider stand sie dabei schon im Kreis. Diese Phase des Spiels kostete dem HSV aber viel Kraft und auch einige Verletzungen. Da es nun auch nicht mehr gelang zu treffen, egal ob vom 6- oder 7-Meter, zog der Güsener HC nochmal auf 16:12-Endstand davon.

Insgesamt betrachtet haben die HSV-Mädchen ein gutes Spiel und vor allem Kampfgeist gezeigt. Dank geht in diesem Zusammenhang nochmal an Alida Hillesheim und Marie Trowe, die bereits ihr zweites Spiel an diesem Tag absolvierten. Hätten die Magdeburgerinnen ihre Chancen besser verwertet, wäre ein Punktgewinn drin gewesen. Allein sechs verworfene Siebenmeter spiegeln dies wieder. Bedenkt man den Alters- und damit verbunden den körperlichen Unterschied beider Teams, ist den Magdeburgerinnen aber Anerkennung zu zollen. Die gezeigte Leistung verspricht weitere spannende Spiele. Dafür nun aber Kopf hoch und schön die Torwürfe trainieren!

Lara Bolte – Annabell Hillesheim, Vivien Ketzer, Alida Hillesheim (1), Emely Parfil (1), Leni Keitel, Isabelle Köker, Marie Trowe, Sarah Bauersack (7/1), Yara Formund (3), Yette Formund.

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