08.06.16 | D-Jugend weiblich I | von Dana Melzer
HSV Magdeburg sichert sich die Bronzemedaille

Die weibliche D-Jugend des HSV Magdeburg hatte sich durch die Erstplatzierung bei der Qualifikation in Jessen die Teilnahme beim Final Four der Landesmeisterschaft gesichert. Neben den Magdeburgerinnen nahmen der TSV Niederndodeleben, der Jessener SV sowie der HAT Halberstadt teil.

Das Turnier stand unter keinem guten Stern. So entschied sich erst am Mittwoch, wer die Endrunde ausrichten durfte. Der Weg zum Landesmeistertitel führte die Teams nach Jessen. Den HSV traf mit der Krankmeldung von Melina Pauels und Viviane Girmann ein weiterer Schlag. Das Fehlen beider Akteurinnen zeigte sich deutlich im Spiel der Magdeburgerinnen. Doch damit nicht genug, vor Eröffnung des Turniers wurde deutlich, dass in Kürze der Zeit auch nur zwei Schiedsrichter für das Turnier aufgetrieben werden konnten. Letztlich hatte der HSV noch etwas Lospech und erwischte ein Doppelspiel gleich zu Beginn des Spiels.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch das Spiel aus der Vorrunde in Niederndodeleben. Die Bördedrachen setzten sich wieder recht deutlich mit 18:7 gegen den Westmeister aus Halberstadt durch. Spiel zwei bestritt dann der HSV gegen den Anhaltmeister und Gastgeber aus Jessen. Das Vorrundenspiel ging mit 27:7 an die Magdeburgerinnen. Doch bereits nach Anpfiff zeigte sich, dass dieses Spiel anders verlaufen würde. Zwar konnten die Magdeburgerinnen immer vorlegen, Jessen blieb jedoch auf Tuchfühlung, sodass mit 8:7 in die Halbzeit ging. In der zweiten Hälfte konnte der HSV weiter vorlegen, ein abgefälschter Ball des Abwehrblocks zum 12:12-Ausgleich brachte dann aber nochmal einen Bruch ins Spiel. Der Anhaltmeister lag plötzlich vorn. Erst in letzter Sekunde erfolgte der Ausgleich zum 17:17. Nach diesem Drama folgte dann gleich das Match gegen Halberstadt. Trotz einiger Fehler war dieses Spiel nie gefährdet. Bereits zur Halbzeit stand es 7:13. Da das Unentschieden gegen Jessen bereits auf eine Torverhältnisentscheidung zum Turnierende verwies, legte der HSV in Halbzeit zwei noch eine Schippe drauf und baute den Vorsprung auf 13:23 aus. Im nächsten Spiel traf der TSV Niederndodeleben auf die Gastgeber. Auch hier ein zunächst sehr ausgeglichenes Spiel. Vor allem durch eine starke Leistungssteigerung in Halbzeit zwei konnte sich der TSv aber deutlich mit 6:15 absetzen. Daher feuerten Die Magdeburgerinnen nun Halberstadt gegen Jessen an. Allerdings war bei den Mädels aus dem Harz nichts mehr zu holen. Am Ende hieß0s es 6:36 für den Gastgeber. Für den HSV musste also ein Punkt gegen Niederndodeleben her, um noch Platz 2 und somit die Qualifikation für die Ostdeutsche Meisterschaft zu erreichen. Die Magdeburgerinnen wurden jedoch regelrecht überrannt. Zwar zeigte der jüngere Jahrgang viel Kampfgeist, war aber klar überlegen. Bereits zur Halbzeit (12:3) war klar, dass die Silbermedaille an Jessen geht. Am Ende hieß es 22:7 und Platz drei für den HSV Magdeburg.

Jedoch gab es noch einen Lichtblick. Nach der Siegerehrung verkündete der Jessener Trainer, dass er nicht nach Wismar zur Bestenermittlung fahren will und auch im Hinblick auf das Vorrundenergebnis mit vollem Kader des HSV, das Ticket gern weiterreicht. Somit kann der HSV Magdeburg noch an der Ostdeutschen Meisterschaft teilnehmen. Allerdings muss eine deutliche Leistungssteigerung her.

Svenja Weyer, Samantha Bambynek – Maria Halloul, Anastasia Koulechova, Carolin Kommich, Annika Titsch, Dorothee Jannasch, Anne-Lotte Kramß, Tabea Beinroth, Jil Huber, Amelie Wegener
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