29.05.17 | D-Jugend weiblich I | von Dana Melzer
HSV Magdeburg qualifiziert sich fürs Final Four der Landesmeisterschaft

Vergangenes Wochenende absolvierte der HSV Magdeburg, als Vizemeister im Spielbezirk Nord, die Vorrundenspiele zur Landesmeisterschaft. Neben Gastgeber SV Wacker Westeregeln (Meister im Spielbezirk West), warteten der Anhaltmeister HG 85 Köthen und der Weißenfelser HV als Vize aus Süd. Die Voranalyse versprach ein spannendes Turnier. Die Mädels aus Westeregeln und Köthen holten sich den Meistertitel verlustpunktfrei. Weißenfels gelang es ihrem Meister in Süd, dem SV Union Halle-Neustadt, zwei Punkte in der Meisterschaft abzunehmen. Dagegen rangierte der HSV mit fünf Minuspunkten in Nord weit hinter dem Meister von TuS Magdeburg. Diese Konstellationen gepaart mit der zuletzt gezeigten schwachen Leistung gegen den BSV und die Langzeitverletzung von Finnja Treffkorn sorgten für Zweifel über das Erreichen der Endrunde. Doch es sollte anders kommen.

Das Losen ergab für die Magdeburgerinnen zunächst die Partie gegen Westeregeln, bevor Köthen und Weißenfels gleich hintereinander auf einen Schlagabtausch warteten. In alt bekannter Manier verschliefen die HSV-Mädchen direkt nach Anpfiff der ersten Partie den Start. Mit dem 2:2 ging jedoch ein Ruck durchs Team. Viel aktiver zeigte man sich in der Manndeckung und konnte so im Angriff frei aufspielen. Dabei zeigten sich vor allem die Außenspieler Ulrika Paepke, Emely Parfil und Sophie Ribbert spielfreudig. Über das 2:5 und 4:7 wurde die Führung auf den Halbzeitstand von 5:9 ausgebaut. In der zweiten Hälfte gelang es aus einer guten Abwehrarbeit heraus, sich Angriffe zu erarbeiten, die durch ein schnelles Spiel von Anne-Lotte Kramß und Amelie Wegener in Tore resultierten. Beim Stand von 7:14 konnte dann nochmal durchgewechselt werden, um Kräfte für die Folgepartien zu sparen. Besonders viel Jubel erbrachte die Einwechslung von Friederike Papenfuß. Die E-Jugendliche wurde als Ersatz für den verletzungsbedingten Engpass auf Rückraum Mitte mitgenommen. Beim 8:16 wurde die Partie beendet.

Die Freude der Magdeburgerinnen war groß. Jedoch galt es nun sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren. Ein Sieg musste für die Teilnahme an der Endrunde noch her. Mit Köthen wartete nun ein Gegner, der vor allem in der Manndeckung zu überzeugen wusste. Die zahlreich mitgereisten Eltern sahen ein spannendes Match. Bis zum 8:8 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Trotz einer guten Manndeckung der Magdeburgerinnen, wobei Dorothee Jannasch mit der Deckung gegen Spielmacherin Gerda Kairyte einen großen Anteil hatte, ließ sich Köthen nicht stoppen. Im Angriff überzeugten die HSV Mädchen jedoch mit Treffsicherheit, sodass immer wieder ausgeglichen werden konnten. Ein gehaltener Siebenmeter von Torfrau Elisabeth Kleber und der schnelle Angriff über Lara Wiesner brachte dann die Führung zum 9:8. Dies mobilisierte nochmals Kräfte für die letzten Minuten. So trafen Dorothee Jannasch und Anne-Lotte Kramß zum 11:9 Halbzeitstand. In Halbzeit zwei erwischten die Magdeburgerinnen einen guten Start. Durch einen strukturierten Spielaufbau und einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte der Abstand auf 18:10 ausgebaut werden. Dies ermöglichte nochmals einige Auswechslungen, sodass sich auch alle Mädels in die Torschützenliste eintragen konnten. So zeigte auch E-Spielerin Maja Kühne, die als zweite Torhüterin mitgereist war, IHR Können zwischen den Pfosten. Köthen verkürzte bis zum Abpfiff noch auf 20:15.

Dann hieß es kurz durchatmen und in das letzte Spiel gegen Weißenfels. Die Magdeburgerinnen waren zwar schon weiter, jedoch heiß nun auch alle Punkte mitzunehmen. Die Freude über das Weiterkommen beflügelte den HSV geradezu. So stand es nach 4 Minuten 6:3. Dann überzeugte vor allem Emilia Treffkorn. Gleich dreimal hintereinander erspielte sie sich den Ball und brachte so die 9:3 Führung. Der Abwehr gelang es in den Folgeminuten immer wieder den Ball abzufangen und über einen Konter einzunetzen. Über das 13:6 und 14:7 konnte dann der Abstand gehalten werden. Dies brachte auch allen Mädels nochmal Spielzeit. Beim Stand von 16:11 wurden die Seiten gewechselt. Bis zum 18:12 spielte der HSV noch frei auf. Dann schlichen sich immer mehr Fehler in Angriff und Abwehr ein. Die Kraft schien zu schwinden. Zudem bekam Weißenfels nun vermehrt Siebenmeter. Durch einige Auswechslungen konnte zunächst der 4-Tore-Vorsprung noch gehalten und schlimmeres verhindert werden. Jedoch drehten die Mädchen aus dem Süden Sachsen-Anhalts nochmal auf und verkürzten auf 22:20. Das 23:20 der Magdeburgerinnen brachte kurz Entlastung, ein Fehler in der Abwehr und ein Fehlwurf ließen dann aber das 23:22 zu. Amelie Wegener, Jil Huber und Anne-Lotte Kramß kamen rein und brachten wieder Ruhe ins Spiel. So konnte Emilia Treffkorn kurz vor Schluss zum 25:23 Endstand einnetzen.

Durch drei Siege belegt der HSV Magdeburg Platz 1 der Vorrunde. Dabei überzeugten die Magdeburgerinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und Kampfbereitschaft. Einziger Wehrmutstropfen auf Seiten des HSV ist die Verletzung von Amelie Wegener. Ihr Einsatz zur Endrunde ist noch fraglich. Als zweites Team qualifizierte sich die HG 85 Köthen. Am Vortag erspielten sich TuS Magdeburg und SV Union Halle-Neustadt in einem zweiten Vorrundenturnier die Plätze für das Final Four. Alle vier Mannschaften, darunter gleich zwei Vertreter aus dem Spielbezirk Nord, kämpfen nun um die begehrten Medaillen des HVSA. Anpfiff in Köthen ist um 10:00 Uhr.

Elisabeth Kleber, Maja Kühne – Katrin Maria Halloul, Sophie Ribbert, Emely Parfil, Friedrike Papenfuß, Jil Huber, Amelie Wegener, Emilia Treffkorn, Dorothee Jannasch, Anne-Lotte Kramß, Sarah Bauersack, Lara Wiesner, Ulrika Paepke.

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