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HSV Magdeburg
Handball Pur. Aus Leidenschaft.
Freitag, 24. Juni 2016

HSV Magdeburg achtbestes Team der neuen Bundesländer

von Dana Melzer

Am vergangenen Wochenende reiste die weibliche D-Jugend des HSV Magdeburg zum Wismar-Junior-Cup. An diesem Turnier der inoffiziellen ostdeutschen Meisterschaft nehmen die Erst- und Zweitplatzierten der Landesverbände der neuen Bundesländer und Berlin teil. Aufgrund der Absage des Jessener SV startete der HSV trotz des Bronzeranges als zweiter Vertreter des HVSA.

Bereits am Freitag reiste das Team mit Eltern nach Gallentin an den Schweriner See. Nach einem kurzen Spaziergang und gemeinsamen Abendessen zog es die Mädels recht früh ins Bett. Denn am Samstag warteten in Gruppe B die beiden Favoriten auf den Titel, der HC Leipzig als Sachsenmeister und der SV GW Schwerin als Sieger aus Mecklenburg-Vorpommern. Im letzten Jahr konnte sich der HSV hinter den beiden Teams sowohl in der Vorrunde als auch der Finalrunde den dritten Platz sichern. Zudem warteten mit dem TSV Rudow der Berlinmeister, sowie die Vizemeister aus Brandenburg und Thüringen. Tags darauf ging es zunächst nach Wismar zur Eröffnung des Turniers. Danach hieß es schnell in den Bus und rüber nach Dorf Mecklenburg. Hier wartete im ersten Spiel der TSV Rudow, welcher vorsichtshalber auf die Begrüßungsveranstaltung verzichtet hatte. Ein cleverer Schachzug, wie sich zeigte. Während der HSV eher schleppend ins Spiel fand, lagen die Berlinerinnen ein ordentliches Tempo vor. Vor allem in der Manndeckungsphase schien man geradezu chancenlos. Jedoch schienen die Magdeburgerinnen nicht nur schwer ins Spiel zu finden, es waren auch nur Einzelakteure auf dem Spielfeld zu sehen. Daher gingen die Punkte mit der 9:15 Niederlage zu recht an die Berliner Vertretung. In der Kabine krachte es dann auch ordentlich, denn mit dieser Leistung hatte man im Turnier nichts zu suchen. Doch die Ansagen wirkten, zeigte sich der HSV im zweiten Spiel gegen Schwerin doch noch als Team. Zwar hatte man gegen die robuste und aggressiv agierende Mannschaft kaum eine Chance und verlor recht deutlich mit 6:14, zeigte aber ein gutes Zusammenspiel. Dieses wurde dann auch im dritten Spiel gegen den VfB Doberlug-Kirchhain belohnt. Aus einer guten Deckungsarbeit heraus konnten einfache Tore über Kreisspielerin Anastasia Koulechova erzielt werden. Am Ende hieß es 15:11 für den HSV. Im Anschluss wurde das Spitzenspiel zwischen dem HC Leipzig und dem SV GW Schwerin angepfiffen, was die Schweriner mit 14:12 für sich entscheiden konnten. Damit war klar, dass der HCL in beiden noch anstehenden Spielen volles Tempo gehen musste. Für die Magdeburgerinnen schien der dritte Tabellenrang aufgrund der eingefahrenen Siege des TSV Rudow bereits verloren, ein Sieg gegen den Thüringer HC musste dennoch her. Der THC begann in Halbzeit 1 mit dem komplett jüngeren Jahrgang, was die Magdeburgerinnen konsequent ausnutzten und einen 6-Torevorsprung rauswarfen. Aufgrund einer guten Raumdeckung und einem super Zusammenspiel der linken Angriffsseite, konnte dieser auch gegen die größeren Mädels zum 17:8 Endstand noch ausgebaut werden. Erfolgreichste Werferin der Grün-Roten war hier Annika Titsch mit 5 Treffern. Mit müden Knochen ging es dann gegen den HCL. Um noch Rang drei zu erreichen musste ein Punktgewinn her. Zwar konnte man anfangs gut mithalten, jedoch wurde der HSV dann geradezu überrannt. Einzig Melina Pauels schien unbeeindruckt und erzielte 5 Tore. Mit dem 10:20 Endstand war klar, dass die Magdeburgerinnen am Folgetag in der Lucky-Loser-Runde um Platz 7 kämpfen müssen. Durch die beiden Siege, hatte man mit vier Pluspunkten eine gute Ausgangsposition.Den Abend ließ man in Ruhe am See und Grill ausklingen.

Am Sonntag erwischten die Mädels einen besseren Start. In Spiel eins traf man auf den Berliner TSC, der am Vortag in Gruppe A punktgleich mit dem vierten Rang fünf erlangte. Recht ungefährdet ging das Spiel mit 11:5 an den HSV. Dieser setzte sich nach Begutachtung der anderen Teams Platz 7 als Ziel. Mit diesem Ziel vor Augen ging es in Spiel Nummer 2 gegen den Gastgeber gegen Wismar hoch motiviert. Vor allem Linkshand Caroline Kommich zeigte ein starkes Spiel, das dann auch völlig verdient mit 17:9 an den HSV ging. Nun musste nur noch ein Sieg gegen den SC Hoyerswerder her. Ein nicht so leichtes Unterfangen, wies das Team aus Sachsen doch eine leichte körperliche Überlegenheit auf. Das Spiel war dann zunächst auch ausgeglichen und spannend, glich in Halbzeit 2 aber immer mehr einem Ringkampf. Ein Kampf, den das Magdeburger Team nicht mithalten konnte und so am Ende mit 12:9 unglücklich unterlag. Damit hieß es Rang 8 für den HSV. Aufgrund einiger Verletzungen entschied sich der HSV nicht zur Siegerehrung zu fahren, sondern den Heimweg anzutreten.
Insgesamt betrachtet kann der HSV mit der Platzierung zufrieden sein. Im Turnier traf man auf eine Reihe deutlich stärkerer Teams, sowohl vom Kader als auch der Spielanlagen. Enttäuschend war nur der Turnierstart der Magdeburgerinnen. Sonst verlebten die Mädchen einen schönen gemeinsamen Abschluss von der Saison, die mit dem Vizetitel der Nordliga, der Bronzemedaille der Landesmeisterschaft und dem achten Rang in Wismar auch erfolgreich war. Der Dauerkonkurrent TSV Niederndodeleben errang bei der Bestenermittlung Platz 4.

Svenja Weyer, Samantha Bambynek – Melina Pauels (26), Viviane Girmann (6), Katrin-Maria Halloul (1), Anastasia Koulechova (9), Caroline Kommich (15), Annika Titsch (24), Dorothee Jannasch, Anne-Lotte Kramß (6), Tabea Beinroth (1), Jil Huber (3), Amelie Wegener (3).

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