18.09.18 | B-Jugend weiblich I | von Jens Aebi
HSV Mädels mit überraschendem Auswärtssieg

Die weibliche B-Jugend des HSV Magdeburg wartete in der mitteldeutschen Oberliga mit einer kleinen Überraschung auf. Beim favorisierten Thüringer HC landeten die Magdeburgerinnen einen verdienten 23:27 (12:10) Auswärtserfolg. Aus einer tollen Mannschaftsleistung ragten noch Lucie Müller (10 Tore) als beste Torschützin und eine klug Regie führende Annemarie Papenfuß (4 Tore) heraus.

Von Beginn an zeigten die HSV-Mädels in diesem schweren Auswärtsspiel eine sehr disziplinierte Leistung mit nur ganz kleinen Schwächephasen. In der sehr beweglichen 6:0-Deckung wurde gut gearbeitet und Svenja Weyer zeigte dahinter eine starke Leistung. Im Angriff waren es im ersten Durchgang vor allem die älteren Spielerinnen Papenfuß und Müller die Akzente setzten. So konnten die Stadtfelderinnen von Beginn an in Führung gehen und diese auch bis zum 9:10 (21. Minute) behaupten. Jetzt kam allerdings die einzige etwas längere Schwächephase im Spiel der Gäste. Der THC nutzte dies konsequent und drehte die Partie bis zur Pause in eine eigene 12:10 Führung.

In der zweiten Halbzeit profitierten die Thüringerinnen von der anfänglichen Überzahl und erhöhten auf 13:10. Doch als wieder Gleichzahl auf dem Feld herrschte, übernahm der HSV das Spiel. Verantwortlich dafür war eine Umstellung in der Deckung auf eine offensivere 5:1-Deckung mit einer starken Melina Pauels als Spitze. Aber auch Samantha Bambynek, die nun für Weyer im Tor stand, zeigte eine ansprechende Leistung. Da die Sachsen-Anhalterinnen auch im Tempospiel zulegten, drehten sie die Partie.
Erfreulich war, dass in dieser Phase vor allem die jüngeren Spielerinnen und auch Eileen Geue auf der rechten Außenposition im Angriff Verantwortung übernahmen. So ging der HSV durch Tore von Geue, Pauels und zweimal Annika Titsch in der 30. Minute wieder mit 13:14 in Führung. Fortan blieb die Partie bis zur 40. Minute beim 19:19 absolut spannend. Geue warf dann mit einer starken Einzelaktion den 19:20 Führungstreffer und die Gastgeberinnen bekamen in der Aktion eine Doppelzeitstrafe. Das nutzte der Außenseiter vorbildlich aus. Die Abwehr stand sehr gut und im Angriff brachte man nun Müller immer wieder in gute Wurfsituationen, die sie auch nutzte. Folgerichtig führten die Magdeburgerinnen dann in der 45. Minute erstmalig mit vier Toren (20:24).
Und diese Führung gaben sie trotz einer Zeitstrafe gegen die ebenfalls gut spielende Emma Schwab und der daraus resultierenden Unterzahlsituation nicht mehr ab. So feierten die Mädels des HSV etwas überraschend und darum umso glücklicher den durchaus verdienten 23:27 Auswärtserfolg.

Schon am kommenden Sonntag geht es weiter, wenn man im Landesderby um 11:00 Uhr in heimischen Gefilden auf den SV Union Halle/Neustadt trifft.

HSV: Weyer; Bambynek; - Paul; Schwab (2); Titsch (4); Koulechova; Müller (10); Miehe; Papenfuß (4); Geue (4); Pauels (3); von Wangelin

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