11.04.18 | C-Jugend weiblich | von Jens Aebi
HSV als Gruppenerster in die Endrunde

Am vergangenen Wochenende fanden die Vorrunden der mitteldeutschen Meisterschaft in der weiblichen C-Jugend statt. Aus 2 Gruppen mit je 3 Teilnehmern qualifizierten sich die beiden Ersten für die Endrunde. Teilnehmer waren die jeweiligen Landes- und Vizelandesmeister der Landesverbände aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In der Vorrundengruppe 1 setzte sich der SC Hoyerswerda souverän mit 2 Siegen gegen Union Halle/Neustadt (32:19) und dem SV Wartburgstadt Eisenach (43:19) durch. Zweiter wurde Union nach einem knappen Sieg (30:27) gegen Eisenach. Der HSV Magdeburg war als Landesmeister Ausrichter für die Vorrundengruppe 2. Hier kamen die Gäste von den beiden renommiertesten Frauenvereinen Deutschlands, vom Thüringer HC und dem HC Leipzig. Und es war wohl die vorweggenommene Endrunde dieser Altersklasse.

Im ersten Spiel trafen die Gastgeberinnen, die in der kompletten Vorrunde auf Svenja Weyer und Alica Rißland verzichten mussten, auf den HC Leipzig. Und es wurde ein wirklich tolles C-Jugendspiel mit leichten Vorteilen für den HSV in der Anfangsphase. Denn dank einer tollen Deckungsleistung mit einer starken Samantha Bambynek dahinter und einem guten Tempospiel führten die Stadtfelderinnen nach 10 Minuten verdient mit 5:1. In der Folge entwickelte sich eine spannende Begegnung mit vielen ansehnlichen Aktionen auf beiden Seiten. Während Anastasia Koulechova sehr engagiert die HSV-Deckung zusammenhielt, verdiente sich der Magdeburger Rückraum mit Melina Pauels, Annika Titsch, Lucy Gündel und Lara Thieme Bestnoten. Vor allem Pauels konnte als Spielmacherin vollauf überzeugen.
Bis zum 19:15 in der 40. Minute hatte der 4-Tore-Vorsprung für die Sachsen-Anhalterinnen auch Bestand. Doch in den letzten 10 Minuten witterten die Gäste aus der Messestadt auf einmal wieder Morgenluft. Das lag aber auch an der plötzlich und unerklärlich fehlenden Körpersprache seitens des HSV. Folgerichtig ging der HCL dann in der 50. Minute sogar mit 19:20 in Führung. Doch Thieme konnte 10 Sekunden vor Schluss den so wichtigen Ausgleichstreffer zum 20:20 Endstand erzielen.

HSV gegen HCL: Bambynek; - Titsch (2); Thieme (2); Gündel (10); Halloul (1); Jannasch; Kramß; Huber; Koulechova (2); Beinroth; Wegener; Pauels (3); von Wangelin

Im 2. Spiel setzte sich der HCL gegen den Thüringer HC mit 32:27 durch. Dadurch war Leipzig sicher für die Endrunde qualifiziert.

Der Sieger aus dem letzten Spiel sollte dann dem Drittliganachwuchs in die Endrunde folgen.
Und auch diese Begegnung hatte trotz der hohen Belastung aller Teams ein gutes Niveau und war lange recht ausgeglichen. Denn bis zum 9:9 in der 17. Minute durch ihre überragende Spielerin Annabell Allstedt, die zusammen mit Lucy Gündel zu den beiden besten Torschützinnen dieser Vorrunde gehörte, hielt der Bundesliganachwuchs aus Erfurt in der ersten Halbzeit dagegen. Doch schon in dieser Phase machten sich die größeren Kraftreserven seitens der Magdeburgerinnen bemerkbar. Durch Tore von Titsch, Gündel, Jil Huber und zweimal Lara Thieme, die ein ganz starkes zweites Spiel ablieferte, zog man bis zur Pause auf 14:10 davon.
Auch im 2. Durchgang hielten die Gäste anfangs noch dagegen und konnten teilweise sogar auf zwei Tore verkürzen. Doch schlussendlich setze sich die bessere Physis erneut durch und der HSV gewann auch dank starker Tore von der jungen Maria Halloul verdient mit 28:22.

HSV gegen THC: Bambynek; - Titsch (2); Thieme (7); Gündel (9); Halloul (3); Jannasch; Kramß; Huber (1); Koulechova (1); Beinroth; Wegener (4); von Wangelin (1)

Dadurch hatte man sogar das bessere Torverhältnis gegenüber dem HCL und zieht als Gruppenerster in die Endrunde ein.
Diese findet bereits am kommenden Wochenende in Hoyerswerda statt. Dort treffen dann der HC Leipzig und der SC Hoyerswerda im ersten Halbfinale aufeinander, ehe direkt im Anschluss der SV Union Halle/Neustadt der Gegner des HSV im zweiten Halbfinale ist.

Wünschen wir den C-Mädels maximale Erfolge in dieser Endrunde.