27.02.18 | B-Jugend weiblich I | von Jens Aebi
Es ist noch alles offen

Am vergangenen Sonntag fand in den frühen Morgenstunden das Halbfinalhinspiel der weiblichen B-Jugend in der mitteldeutschen Meisterschaft statt. Der nach Abschluss der Vorrunde auf Tabellenplatz Vier gelegene HSV Magdeburg empfing den Tabellenersten vom HC Leipzig. In einer gutklassigen Begegnung setzten sich die Gäste aus der Messestadt denkbar knapp mit 19:20 (8:9) durch.

Die Magdeburgerinnen wollten von Beginn an um jeden Ball kämpfen und vor allem in der Abwehr kompakt auftreten. Und das taten sie auch. Lucy Gündel und vor allem Lea Grothe hielten die Abwehr immer wieder zusammen und verdienten sich dort auch Bestnoten. Zudem konnten sich die HSV-Mädels voll und ganz auf ihre Torhüterin Saskia Ribnitz verlassen, die eine tolle Partie bot. So gehen die 9 Gegentore in Halbzeit Eins gegen den amtierenden deutschen Meister voll in Ordnung.
Im Angriff lief es ebenfalls ganz gut, dank einer umsichtig leitenden Nele Mertens in der Spielmacherposition. Einziges Manko war dann aber die Abschlusseffektivität. So hätte es anstatt des 8:9-Rückstandes zur Pause gut und gerne auch eine 2- oder 3-Tore-Führung für die Stadtfelderinnen geben können.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich der Favorit aus Sachsen dann jedoch auf 9:12 ab. Zu allem Überfluss gab es dann in der 28 Minute nach einer sehr unglücklichen Aktion eine durchaus vertretbare rote Karte gegen Mertens. Wer aber dachte, der HCL sei nun im Vorteil, sah sich getäuscht. Emma Schwab, Gündel und Emely Lange sorgten in Unterzahl agierend sogar wieder für den Ausgleich (12:12). In der 38. Minute gab es aber die nächste unglückliche Aktion. Der 14:15-Führungstreffer für die Gäste streifte vorher unbeabsichtigt das Gesicht von Torhüterin Ribnitz, die dadurch an der Bank behandelt werden musste. Diesen 2. Schockmoment für die Heimsieben nutzen die Leipzigerinnen, um sich erstmalig auf vier Tore (14:18) abzusetzen. In der fälligen Auszeit seitens des HSV wurde erneut daran appelliert, dass es noch ein Rückspiel gibt und jedes Tor wichtig ist. Ribnitz kam zurück ins Tor und zeigte weitere tolle Paraden. Und C-Jugendspielerin Lucy Gündel übernahm jetzt viel Verantwortung im Angriff und sorgte mit ihren starken Toren dafür, dass die Sachsen-Anhalterinnen auf Tuchfühlung blieben. Und in der Schlussphase wurde die tolle Teamleistung des HSV dann auch belohnt. Denn Grothe konnte 20 Sekunden vor Schluss den immens wichtigen 19:20 Anschlusstreffer erzielen. Der letzte Angriff des Favoriten brachte nichts mehr ein.

Somit ist für das Rückspiel am kommenden Sonntag um 12:00 Uhr in der kleinen Arena in Leipzig noch alles offen. Und wer weiß, vielleicht kann der HSV mit einer etwas besseren Torwurfeffektivität und mit einer mindestens genauso tollen Teamleistung für eine Überraschung gegen den amtierenden deutschen Meister sorgen.

HSV: Ribnitz; Bambynek; - Lange (3); Mertens (1); Rißland; Grothe (3); A. Papenfuß; Horrmann; Müller; Gündel (10); Friedrich; Schwab (2); Geue

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